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Spaltung in der Gesellschaft?
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United by music - oder die altbekannte Spaltung
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Das Motto des Eurovision Song Contest Mitte Mai in Wien lautete: „United by Music“. Es sollte ein Zeichen für Vielfalt, Einheit und Zusammenhalt sein. Ist dieses Motto mehr als ein schöner Werbespruch, oder spalten vergangene politische Erfolge von KPÖ+ und FPÖ das Land Salzburg?
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Salzburg spaltet sich nicht neu. Historisch am erfolgreichsten standen sich die bürgernahe christliche ÖVP und die traditionelle Arbeiterpartei SPÖ gegenüber. Der Einfluss der Kirche schwindet und viele Arbeitnehmer:innenrechte wurden bereits erzielt. Indes sind Migration und Globalisierung, neben Problemen wie Teuerung, Klimawandel und internationale Spannungen, die politischen Kernthemen von heute. Ergänzt wird das mit harten Fronten zu gesellschaftlichen Themen wie Feminismus oder queerpoltischen Erfolgen.
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"Woke" und "Klimahysterie" als politische Kampfbegriffe
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Diese gespaltene Meinung führt bei Kritiker: innen zum „liberal backlash“, also zur Ablehnung des Fortschritts. Mit populistischer Rhetorik und dem Berufen auf konservative Werte kann diese Kritik instrumentalisiert werden und zum aktiven Widerstand gegen gesellschaftlichen Fortschritt führen. Vielleicht geht die Gleichstellung vielen einfach zu schnell. Das würde auch die tief verankerte rechte Kultur des Landes erklären. Die gemeldeten rechtsextremen Straftaten stiegen in Salzburg auf 160 im Jahr 2025. Pro Einwohner: innen wurden nur in Vorarlberg mehr Taten gezählt. Organisierte rechtsextreme Strukturen existieren in Salzburg so gut wie keine. Der Ursprung findet sich in der scheinbaren Akzeptanz rechtsextremer Meinungen, wie ein Vorfall zu Fasching dieses Jahres in Pöham im Pongau zeigte. Eine Gruppe besuchte das Fest versteckt hinter Nazisymbolen, die andere gekleidet im Gewand des Ku-Kux-Klans.
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Politische Entwicklungen machen die gesellschaftliche Trennung sichtbar
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Dass die FPÖ ihr bestes Ergebnis bei der vergangenen Landtagswahl verzeichnete ist also kein Wunder. So sind die aktuell brisanten Themen wie Migration oder die österreichische Identität in einer globalisierten Welt im Fokus der FPÖ. Auf der anderen Seite ist auch der Erfolg der KPÖ+ mit dem Einzug in den Landtag wenig überraschend. Für sie stehen unter anderem gesellschaftliche Gleichberechtigung und die Teuerung Im Mittelpunkt. Salzburg ist nicht neu gespalten, aufgrund von neuen Problemen verschieben sich lediglich die Konfliktlinien. Parteien, wie FPÖ, Neos, KPÖ+ und Grüne, decken diese neuen Themen und damit einhergehende Konflikte stärker ab, was sich auch im Wahlverhalten spiegelt.
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In der neuen Werkspost analysiert Lukas Oberauer mit dem Politikwissenschaftler Reinhard Heinisch die politische Landschaft, Wahlverhalten und Widersprüche in Stadt, Land und Bund.
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In Österreich wurden vergangenes Jahr 1.986 Taten mit rechtsextremem Hintergrund gemeldet. Davon 160 im Bundesland Salzburg. 2019 waren es 954 Taten mit rechtsextremem Hintergrund in ganz Österreich.
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In Österreich leben mehr als 2,5 Millionen Menschen mit Migrationshintergrund, das entspricht 27,8% der Gesamtbevölkerung. 22% der Salzburger Bevölkerung hat einen Migrationshintergrund. Stand 15.Juli 2025
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