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Zwischen Boomern und Zoomern:
Wie Generationen ins
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Wenn sich in der Verkehrspolitik mehr bewegt als ein PKW, kollidieren nicht nur Ideologien, sondern ganze Generationen. Der Blick in die Social Media Kommentarspalten zeigt: Hier geht es um mehr als das eigene Auto.
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In der Stadt Salzburg bewegt sich ab diesem Sommer verkehrspolitisch so einiges. Oder besser gesagt: Weniger, denn je. Mindestens 1.000 Autos pro Tag sollen im Innenstadtverkehr wegfallen. Vom Müllner Hügel über den Hanuschplatz bis zum Rudolfskai und spiegelverkehrt auf der gegenüberliegenden Salzach-Seite gilt die sogenannte „zone traffico limitato“. Eine Durchfahrtsbeschränkung für historische Innenstädte nach italienischem Vorbild. Rein dürfen nur Autofahrer:innen mit einem
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S-, SL-, HA- oder BGL-Kennzeichen. Alle anderen müssen draußen bleiben, und zwar auch die aus dem eigenen Bundesland, sofern sie beispielsweise aus dem Pinzgau oder Pongau kommen. Es sei denn, sie nutzen Bus, Bahn oder Fahrrad. Was hat sich Verkehrsstadträtin Anna Schiester von der Bürgerliste/Grüne dabei bloß gedacht?
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Genau diese Frage wird heiß diskutiert. In zahlreichen Medien (österreichweit und über die Grenzen hinaus) und vor allem in den zugehörigen Social Media Kommentarspalten. Kein Wunder! Was klickt besser als grüne, autohassende Verbotspolitik? Maximal ein bayerischer Ministerpräsident, der auf Instagram genüsslich ein Würstchen #söderisst. Von Uwe und Gitte kann er dafür Sympathiepunkte verbuchen. Sympathiepunkte, die Schiester nicht bekommt. Schließlich verstehen Uwe und Gitte die Welt nicht mehr: Warum sind wir in Salzburg nicht mehr willkommen?! Dann geben wir unser Pongauer Geld eben woanders aus! Noah und Zoe sind wiederum davon genervt und es eskaliert in 3, 2, 1…
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Was auf den ersten Blick wie eine Diskussion im digitalen Mikrokosmos wirkt, ist vielmehr das Abbild eines politischen Generationenkonflikts: Uwe und Gitte – in diesem Spiel die stereotypen Boomer* – verteidigen das Auto nicht zwingend als ein solches. Sie verteidigen vielmehr ihren Blick auf Freiheit, Unabhängigkeit und Status. Für Zoe und Noah hingegen – hier die überzeichnete Gen Z* – ist das Auto der zukunftsgefährdende, fossile Teufel. Wer hat Recht?
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Die Fronten sind verhärtet. Was fehlt sind Verständnis und Verständigung. Und die brauchen verlässliche Daten, Sachargumente und eine Portion Kompromissbereitschaft. Im Fall der Verkehrspolitik: Attraktive Park & Ride Angebote, dichtere ÖPNV-Takte, sichere Fahrradwege und eine smarte Parkraumbewirtschaftung.
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Die Studienreihe „Next Generation Study“ des Sinus Instituts für die Allianz Stiftung zeigt: Junge Menschen in der Europäischen Union fordern mutige Schritte von der Politik. Sie fordern die ökologische Transformation hin zu einer grüneren und sozial-gerechteren Welt. Neue Generationen haben ein neues Verständnis von Wohlstand. Eines, das über das bloße Wirtschaftswachstum hinausgeht. Ältere Generationen wiederum vermissen in diesem Anspruchsdenken die Wertschätzung dessen, was sie aufgebaut haben.
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Aktuell dominieren die Baby-Boomer den politischen Prozess. Sie sind die bevölkerungsstärkste Generation und die bis dato größte Wähler:innen-Gruppe. Politische Entscheidungen fallen oft strukturell zu ihren Gunsten aus. Noch.
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Möglicherweise ist die Tatsache, dass der Gemeinderat mit den Stimmen von SPÖ, KPÖ, Bürgerliste/Grünen und NEOS der Sommer-Durchfahrtsbeschränkung grünes Licht gegeben hat, ein Zeichen dafür, dass auch in Salzburg der politische Generationenwechsel angebrochen ist.
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In der neuen Werkspost spricht Katja Ilnizki mit der Generationenübersetzerin Susanne Vietz, wie Generationen (wieder) ins Gespräch kommen und dabei womöglich sogar einen Konsens finden können.
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Die Generationenforschung verknüpft die Soziologie mit der Psychologie und darüber die Wirtschaftswissenschaft. Sie teilt die Gesellschaft in verschiedene Altersgruppen ein, um deren Werte, Verhaltungsmuster und Entscheidungsfaktoren zu verstehen. Die Generationenforschung hilft uns zu verstehen, warum unterschiedliche Altersgruppen unterschiedlich kommunizieren, konsumieren und praktizieren.
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Generation Silent Kriegsgeneration * 1928 – 1945: Eine Generation, die durch den Zweiten Weltkrieg und Unsicherheiten geprägt ist. Sie zeichnet sich durch Bescheidenheit, Disziplin und Pragmatismus aus.
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Generation Boomer Baby-Boomer * 1946 – 1964: Diese Generation hat das Wirtschaftswunder und einen massiven Aufschwung des Wohlstands erlebt. Boomer sind verantwortungsbewusst, karriereorientiert und sicherheitsliebend.
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Generation X Slacker * 1965 – 1980: In dieser Generation passiert ein großer technischer Fortschritt und gleichzeitig herrscht Orientierungslosigkeit. Das Streben nach Work-Life-Balance ist bezeichnend für die sog. Slacker.
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Generation Y Millienials * 1981 – 1996: Diese Generation sind die ersten Digital Natives. Die Terroranschläge 9/11 prägen sie. Status und Prestige treten in den Hintergrund und die große Frage nach dem „Warum“ übernimmt.
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Generation Z Zoomer * 1997 – 2009: Ebenfalls eine Digital Natives Generation, die vor allem mit Smartphones und Tablets assoziiert wird. In der Arbeitswelt verlang die Gen Z nach flachen Hierarchien und sinnstiftenden Tätigkeiten.
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Generation Alpha und Beta * 2011 – 2024 bzw. ab 2025: Diese beiden Generationen sind eng mit der Digitalisierung, dem Einsatz Künstlicher Intelligenz und neuen Technologien verbunden. Das wird auch soziale Beziehungen prägen.
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Studienreihe „Next Generation Study“
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Untersucht drei zentrale Fragen: In welcher Art von Gesellschaft wollen junge Europäer:innen leben? Wie groß ist das Risiko einer Gegenreaktion gegen die heutige demokratische Ordnung? Und wie setzen junge Menschen ihre Ideale in bürgerliches Engagement um?
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Das Sinus Institut hat dazu 8.500 Menschen zwischen 16 und 39 Jahren in einer repräsentativen Umfrage in der Europäischen Union befragt. Ausgewählt wurde junge Menschen in den fünf größten EU-Staaten: Frankreich, Spanien, Deutschland, Polen und Italien, da dort 65% der Jugendlichen und jungen Erwachsenen leben.
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